Was ist eine IP-Adresse?
Eine IP-Adresse ist die Nummer, die deine Verbindung im Internet kennzeichnet, damit Websites wissen, wohin sie ihre Antworten schicken. Dein Internetanbieter gibt deinem Router eine öffentliche IP-Adresse, und alle Geräte in deinem Heimnetz teilen sie sich.
Deine Geräte haben außerdem private Adressen wie 192.168.1.20 oder 10.0.0.5. Diese funktionieren nur in deinem eigenen Netzwerk und sind nicht das, was Websites sehen.
IPv4 und IPv6
IPv4-Adressen sehen aus wie 203.0.113.7. IPv6-Adressen sind länger und nutzen Doppelpunkte, etwa 2001:db8:85a3::8a2e:370:7334. Viele Anschlüsse haben beides, und eine Website nutzt IPv6, wenn beide Seiten es unterstützen.
„Nicht erkannt“ in der IPv6-Zeile heißt nur, dass dein Netzwerk kein IPv6 anbietet. Das ist häufig und kein Fehler.
So liest du die Ergebnisse
- Land, Region und Stadt stammen aus Geolokalisierungs-Datenbanken. Sie sind ungefähr und zeigen oft, wo dein Provider die Adresse registriert hat – das kann eine andere Stadt sein.
- Die Zeitzone wird aus diesem Standort abgeleitet und ist daher ebenfalls ungefähr.
- Provider / Organisation ist die Firma, der der Adressblock gehört: dein Internetanbieter, ein Mobilfunkanbieter, ein Hoster oder ein VPN-Dienst.
- Die ASN (Autonomous System Number) kennzeichnet das Netzwerk, das deine Adresse routet, zum Beispiel AS15169 für Google.
- Reverse DNS ist der Hostname, den der Netzbetreiber für deine IP festgelegt hat. Er nennt oft den Provider und deutet manchmal auf die Anschlussart hin.
Warum sich deine IP ändert und der Standort falsch sein kann
Die meisten Heim- und Mobilfunkanschlüsse bekommen eine dynamische IP, die sich ändern kann, wenn der Router neu startet oder sich das Handy neu verbindet. Mobilfunkanbieter setzen oft viele Kunden hinter eine gemeinsame Adresse (Carrier-Grade NAT), sodass der Standort auf einen Knoten des Anbieters zeigt statt auf dich.
Wenn du ein VPN oder einen Proxy nutzt, siehst du die IP und den Standort des Servers statt deiner eigenen. Genau dafür nutzt man sie.
IP-Adresse ändern oder verbergen
- Nutze eine VPN-App: Websites sehen dann die Adresse des VPN-Servers.
- Nutze den Tor Browser für starke Anonymität; er ist langsamer, und viele Websites prüfen Tor-Adressen zusätzlich.
- Starte deinen Router neu oder wechsle zwischen WLAN und mobilen Daten, um von deinem Provider eine andere Adresse zu bekommen.
- Führe nach dem Wechsel den WebRTC-Leak-Test und die IP-Qualitätsprüfung aus, um sicherzugehen, dass nichts mehr deine echte Adresse verrät.